Zwei 40. Geburtstage, die Einschulung unserer jüngsten Tochter und eine Wetter-App, die bis zuletzt ein bisschen zu viel Spannung in die Sache gebracht hat.
Am vergangenen Wochenende haben wir Familie, Freunde und Bekannte zu uns eingeladen. Gefeiert wurde draußen auf der großen Terrasse und im Garten. Insgesamt waren wir knapp 50 Menschen, darunter fast 20 Kinder.
Für eine entspannte Gartenparty in dieser Größe hat bei uns vor allem eines funktioniert: Das Hauptgericht komplett am Vortag kochen. Zwei große Töpfe Chili, ein Tisch mit Toppings und ein mitgebrachtes Buffet sorgten dafür, dass ich am Abend Gastgeber sein konnte und nicht dauerhaft in der Küche stand.
Die Arbeit passierte am Tag davor
Auf dem Speiseplan standen Chili con Carne und Chili sin Carne. Beides habe ich bereits am Vortag gekocht. Am Tag der Feier musste ich deshalb nur noch darauf achten, dass die beiden Töpfe langsam und gleichmäßig heiß wurden.
Das Chili con Carne habe ich mit 100 Prozent Rindfleisch gekocht. Für die fleischlose Variante kamen statt Hackfleisch Linsen und Gemüsefond in den Topf. So waren es zwei eigenständige Gerichte und nicht einfach nur einmal Chili mit und einmal ohne herausgefischtes Fleisch.
Die Nacht dazwischen tat beiden Varianten gut. Wenn Chili einmal vollständig abkühlen und anschließend wieder langsam heiß werden darf, wirkt es für mich am nächsten Tag immer noch etwas runder und kräftiger.


Jeder stimmt seine Schale selbst ab
Statt beide Töpfe auf einen gemeinsamen Schärfegrad zu trimmen, haben wir das Fine-Tuning auf den Tisch verlagert. Frühlingszwiebeln, geriebener Chester-Käse, Crème fraîche, Tabasco und Chiliflocken standen bereit. So konnte jeder selbst entscheiden, wie frisch, cremig oder scharf die eigene Schale werden sollte.
Gerade bei einer gemischten Runde aus Erwachsenen und vielen Kindern war das die richtige Lösung. Niemand musste sich auf eine Version einigen, und die Toppings machten aus demselben Topf immer wieder eine etwas andere Schale.


Die Outdoor-Küche wird zur Bar
Draußen stand eine kleine Bar, an der sich jeder seine Getränke selbst mixen konnte. Dabei kam endlich auch mein großer Coleman-Kühler so zum Einsatz, wie ich ihn mir immer vorgestellt hatte: voll mit Eis und Bierflaschen.
Das Waschbecken der Outdoor-Küche wurde kurzerhand zum Kühler für Sektflaschen. Keine ausgeklügelte Barlogistik, aber eine Lösung, die den ganzen Abend funktioniert hat. Getränke waren kalt, alles war erreichbar und niemand musste ständig Nachschub aus dem Haus holen.

Ein Buffet, das mit den Gästen wächst
Drinnen ergänzten die mitgebrachten Sachen das Chili. Es gab Tiramisu, Nudelsalat, Donuts, verschiedene Dips und Cremes, Brot, Fladenbrot und Baguette. Meine Tante brachte außerdem eine richtig gute Quiche mit.
Genau diese Mischung hat den Abend unkompliziert gemacht. Das Chili bildete die warme Basis, während das Buffet mit jedem mitgebrachten Teller etwas vielfältiger wurde. Am Ende musste niemand zählen, ob noch eine exakt geplante Portion übrig war. Es war einfach genug da.
Fast 20 Kinder brauchen kein Programm
Während die Erwachsenen zwischen Terrasse, Bar und Buffet unterwegs waren, verteilten sich die Kinder über das Gelände. Sie spielten Fußball, Fangen und Verstecken oder beschäftigten sich mit den Tieren. Ein geplantes Animationsprogramm brauchte es nicht.
Vielleicht war genau das einer der schönsten Teile des Abends: Es gab genug Platz, damit nicht alle dasselbe machen mussten. Manche saßen lange am Tisch, andere standen an der Bar, und die Kinder waren eigentlich überall gleichzeitig.
Und der Regen zog tatsächlich vorbei
Bis zur letzten Sekunde hatten wir gehofft, dass das Wetter hält. Es hielt. Als es später kühler wurde, haben wir die Feuertonne und zwei Heizpilze angemacht. So konnte der Abend draußen weitergehen, lange nachdem die Chili-Töpfe langsam leerer wurden.
Gefeiert haben wir bis ungefähr ein Uhr nachts. Am Ende blieben vor allem die Bilder, die man sich vorher nicht planen kann: Menschen vor dem Sonnenuntergang, Gespräche am Feuer und das Gefühl, dass drei große Anlässe für einen Abend genau richtig waren.
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