Peach Jalapeño Cowboy Candy klang für mich erst einmal nach einer ziemlich scharfen Angelegenheit. Nach dem ersten Löffel war aber klar: Hier geht es nicht nur um Schärfe, sondern vor allem um das Zusammenspiel aus Pfirsich, Zucker und Apfelessig.
Gefunden habe ich die Idee auf Instagram. Das Rezept war so einfach, dass ich es direkt ausprobieren wollte. Für meine erste Charge habe ich ungefähr die doppelte Menge angesetzt und die Senfsamen weggelassen, weil schlicht keine im Haus waren.
Vermisst haben wir sie nicht. Das erste Glas hat jedenfalls nicht lange gehalten. Auch meine Frau, die bei Schärfe eher vorsichtig ist, hat fleißig mitgelöffelt. Die nächste Runde wird also nicht lange auf sich warten lassen.
Die Süße von Pfirsich und Zucker fängt die Jalapeño-Schärfe auf, während der Apfelessig genug Säure mitbringt. Dadurch verteilt sich die Schärfe über das ganze Relish, ohne alles andere zu überdecken.


Zwanzig Minuten, die man riecht
Der eigentliche Aufwand ist überschaubar. Pfirsiche schneiden, Jalapeños in Ringe teilen, den Sud ansetzen und alles zusammen köcheln lassen. Nach ungefähr 15 bis 20 Minuten wird aus den festen Zutaten ein glänzendes, süß-saures Relish.
Einen Hinweis würde ich allerdings ernst nehmen: Fenster und Türen auf. Wenn Chili und Apfelessig gemeinsam dampfen, bekommt die Küche sehr schnell eine ziemlich intensive Atmosphäre. Also gut lüften, nicht direkt über den Topf beugen und nach dem Schneiden der Chilis gründlich die Hände waschen.

Schärfe, die nicht alles übernimmt
Genau das hat mich am Ergebnis überrascht. Natürlich ist Schärfe da, aber sie steht nicht allein im Raum. Erst kommt der Pfirsich, dann die Säure und erst danach bleibt die Wärme der Jalapeños zurück.
Die Senfsamen aus der Vorlage würden sicher noch eine kleine würzige Ebene ergänzen. Für mich sind sie aber kein Grund, das Rezept nicht spontan zu kochen. Ohne funktioniert es ebenfalls sehr gut.

Ziegenkäse, Hotdog oder einfach der nächste Löffel
Auf geröstetem Brot mit Ziegenkäse funktioniert das Cowboy Candy besonders gut: cremig, süß, sauer und scharf in einem Bissen. Auf einem Hotdog bringt es Frische und ersetzt problemlos Relish oder eingelegte Jalapeños.
Viel mehr Anleitung braucht es eigentlich nicht. Das Glas auf den Tisch stellen und ausprobieren. Bei uns wurde zwischendurch auch einfach direkt daraus gelöffelt – vermutlich der beste Beweis dafür, dass die Mischung funktioniert.


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