08 Okt

Quickride – Rondo Ruut AL

Rondo wird derzeit als eine der Newcomer Marken im Gravelbereich gefeiert, ein Eurobike Gold Award und diverse hochlobende Tests scheinen zu bestätigen, dass die Kollegen von Rondo mit ihrem RUUT und der innovativen Twin Tip Fork einen echten Wurf gelandet haben.

Da Rondo von Sports Nut vertrieben wird möchte ich gleich von Anfang an darauf hinweise, dass ich schon früh in diese neue Marke involviert war und hier natrülich befangen bin. Doch dieses Produkt hat es einfach verdient hier vorgestellt zu werden.

Die beiden Gründer von Rondo sind langjährige Freunde, beide sportbegeistert und haben schon in der Vergangenheit zusammen gearbeitet. Szymon, der schon seit langen Jahren in der Fahrradindustrie unterwegs ist, war früher in Polen ein echter Rockstar und Tom, damals noch Sound Engineer war einer seiner engsten Kollegen neben den anderen Bandmitgliedern. Beide eint eine enge Freundschaft und die Leidenschaft zum Radfahren. Szymon hat schon so ziemlich alles gemacht, was man auf Zweirädern machen kann. Downhill, XC Rennen und Rennradrennen. Tom ist nicht weniger fahrradbegeistert und beide zusammen sind ewige Rivalen, wenn sie bei Rennen aufeinander treffen.

Beide kamen vor gar nicht all zu langer Zeit auf die Idee Gravel oder Cyclocrossbikes einmal auszuprobieren, allerdings konnten sie diese Bikes, die sie sich damals kauften nicht wirklich die Erwartungen erfüllen, das eine war zu sehr Gravelbike, das andere zu sehr reine CX Rennmaschine.

Also warum nicht selber machen? Für Szymon, der bereits seit Jahren tief in der Fahrradindustrie verwurzelt ist kein Problem und so kreierte man zusammen mit verschiedenen weiteren Köpfen die Marke Rondo, mit dem Ruut das erste Projekt, ein Gravelbike, welches sich dank der innovativen Twin Tip Fork in der Geometrie verändern lässt. Ein Bike was unter der Woche als Commuter genutzt und am Wochenende zur Rennmaschine verwandelt werden kann.

Ich hatte in den vergangenen Wochen die Möglichkeit mir noch vor Auslieferung der Räder eines unserer Messeräder mal mit nach Hause zu nehmen und konnte das Ruut AL in beiden Fahrpositionen einmal testen.

Alu Rahmen, Hydraulische Scheibenbremsen, SRAM Apex 1×11 Gruppe und Panaracer 47C Gravelking Reifen, das RUUT AL kommt nicht zuletzt auch wegen der massigen Twin tip Fork als bulliges Gravel Bike daher.  Gesamtgewicht 10kg, schon ok, aber hier gibt es sicher noch jede Menge Spielraum das Gewicht nach unten zu drücken, wenn man es denn wollte.

UVP 1899€

Die kompletten Ausstattungen auch der anderen Modelle findet ihr hier:

Fahreindruck:

Komfort/ Gravel Position:

Wie gesagt ich hatte bisher lediglich nur zwei Ausfahrten mit dem Bike, doch diese waren bereits sehr vielversprechend.  Aufsitzen und los gehts, was sofort auffällt ist der Komfort, den die dicken Reifen vermitteln und die Sitzposition ist aufrecht bis sportlich. Das Bike ist ruhig aber immernoch agil zu bewegen.  Auch bei einer Strecke von über 80km über Schotter und Trails ging der Spaß nicht verloren. Dank der großen Kassette ist das Bike auch auf steilen Rampen gut unterwegs und auch im Flachen reicht die Übersetzung immernoch um einen Schnitt um die 30km/h zu fahren. Die Bremsen packen sicher zu und lassen sich sehr gut dosieren. Auch das SRAM Apex Schaltwerk arbeitet knackig einwandfrei.  Die breiten Reifen zeigen ihr können auf dem Schotter vor allem in Abfahrten bieten sie einen hervorragenden Grip und viel Traktion.

Sport/ CX Position:

Nach dem Umbau war ich gespannt ob sich die geänderte Geometrie tatsächlich bemerkbar macht. Und ja auch wenn es sicher schwer ist den Unterschied wirklich zu fühlen, es gibt ihn. Der Oberkörper kommt weiter nach vorne, der Schwerpunkt auf dem Rad ebenfalls und schon ist man ganz automatisch in einer sportlicheren Position. Das Bike wirkt ein wenig agiler und der Komfort nimmt automatisch ab. Auf Offroad Trails lässt sich das Bike sicher steuern und wirkt bisweilen verspielt wie ein MTB Hardtail

Um diesen Unterschied tatsächlich zu spüren und wahrzunehmen müsste man wahrscheinlich zwei Bikes an der Hand haben und damit mehrfach im Wechsel die gleiche Strecke abfahren.

Der Umbau: 

Vorher Komfort Geometrie

Nachher: Sport Geometrie

 

 

 

 

 

 

Der Umbau der Geometrie: Ich selbst bin eher der Typ der normalerweise Schrauben lässt. Allerdings wollte ich selber einmal verstehen wie schnell der Umbau der Geometrie funktioniert. Und ich war überrascht.

  1. Steckachse entfernen
  2. Mit Sechskant Schlüssel die Flip Chips auf beiden Seiten lösen
  3. Flip Chips 180 Grad drehen und wieder fixieren
  4. Bremssattel lösen und Zwischenstück entfernen
  5. Bremse wieder halbwegs fixieren
  6. Vorderrad einhängen und Steckachse fixieren
  7. Bremse ausrichten
  8. Fertig!

Dauer weniger als 10 Minuten mit dem richtigen Werkzeug parat an der Hand vllt. 5 Minuten.

Geometrie:

 

 

 

Wer nun Interesse bekommen hat, die Bikes werden ab Mitte Oktober verfügbar sein.

https://www.bike-mailorder.de/rondo-ruut-al-gravel-plus-bike

Mehr Infos findet ihr hier:

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3 Gedanken zu „Quickride – Rondo Ruut AL

  1. Hallo.

    Toller Bericht zum Rad.
    Dürfte ich eine bzw. zwei Fragen stellen ?

    Möchte mir dieses Bikes auch zulegen, und würde gern wissen wie Groß du bist, bzw. deine Schritthöhe ? Und welche Rahmengröße du getestet hast ?
    Das würde mir die Größenauswahl deutlich erleichtern.

    Vielen Dank vorab.
    liebe grüße Stiven

  2. Hallo Stiven,

    ich bin 187cm groß und habe eine Schritthöhe von 84cm. Getestet wurde ein Rahmen in Größe L.
    Meine Empfehlung ist über 190 auf XL zu gehen und unter 177 auf M.

    Besten Gruß

    Thorben

  3. Hallo,
    Wow. Danke dir für deine sehr schnelle Antwort.

    Super, das erleichtert mir einiges. L passt mir dann Perfekt.
    Wird heute noch bestellt.

    riesengroßes Danke nochmal. 🙂

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